Handytests Handy Games Navigation Test-Specials Magazin Entertainment
Startseite Handytests LG LG Prada

Handytests


Alcatel BenQ Blackberry Hagenuk HP HTC LG Motorola Nokia O2 Palm Panasonic Pantech Sagem Samsung Sharp Siemens Sony Ericsson T-Mobile Vodafone Weitere Hersteller

LG 3380 LG F2300 LG KG320S LG KG800 Chocolate LG KG920 LG KU800 Chocolate LG P7200 LG Prada LG Shine LG U8290 LG U8500

W@P-Einstellungen Impressum Sitemap


LG-Zubehör bei Ebay


T-Mobile Topseller dieser Woche



LG Prada

Italienisch-koreanische Designerware: Jetzt auch zum Telefonieren!

Handys sind zum Kommunizieren da? Wo leben Sie denn? In den letzten fünf Jahren hat sich eine entscheidende Wende vollzogen. Ein Handy gehört zur Grundausstattung des Westeuropäers. Die Zahl der Handyverträge übersteigt die Zahl der Einwohner Deutschlands deutlich. Und angesichts der Tatsache, dass Kleinkinder und Greise in der Regel kein Mobiltelefon besitzen, wirkt sich diese Zahl dahingehend aus, dass einige Zeitgenossen tatsächlich drei oder mehr Handys samt Verträgen besitzen. Die Vermutung, dass gewisse Modelle schlicht zum Outfit des Kunden passen müssen, liegt nahe. In diese Kerbe schlug zum Beispiel die Dolce & Gabbana-Version des MOTORAZR. LG zieht mit dem Prada-Phone nach. Beim Erstkontakt mit dem Handy fällt auf, dass die rund 600 Euro, die das Gerät ohne Vertrag kosten soll, vor allem in der Verarbeitung stecken. Am Prada-Phone findet sich nichts, dem man eine schlechte Verarbeitung unterstellen könnte. Es wurde ausschließlich Metall für die Herstellung verwendet, dennoch bringt das Handy nicht mehr als 86 Gramm auf die Waage. Wohl auch, weil es in der Dicke nur 12 Millimeter misst…

Prada: Ein italienisches Modeimperium

Alles begann 1913 mit der Produktion von Lederwaren. Vornehmlich Handtaschen. Modisch-avantgardistisch wurde die Marke Prada erst Mitte der 80er Jahre. Damals stellte man Handtaschen aus Fallschirmnylon her, was weltweit für Aufsehen sorgte. Zwischenzeitlich gab es sogar eine komplette Sportkollektion von Prada. Der Einstieg in den Mobilfunkmarkt war nur ein logischer Schritt. Auch wenn Prada heute als Modemarke Nummer eins gilt, macht dir Firma den größten Umsatz mit Lederwaren wie Handtaschen und Schuhen. Die Marke hat wie kaum eine andere mit Produktpiraten zu kämpfen. 

Wer braucht noch ein iPhone?

Eigentlich hat man mit dem Modell die angeblich revolutionäre Funktionsweise des Apple-Handys gemopst. Beziehungsweise eher umgesetzt als der amerikanische Konkurrent: Das Prada-Phone kommt völlig ohne klassische Tatstatur aus. Wollen Sie eine Nummer eintippen, erscheint eine Touchscreentastatur, die auf dem drei Zoll messenden Display angezeigt wird. Waschen Sie sich aber vor der Eingabe gründlich die Finger, Ihre Abdrücke würden sonst die komplette Optik des Prada-Phones ruinieren. Fettfinger und ein fast 600 Euro teures Fashionphone wollen nicht so recht zueinander finden.

Doch so ganz ohne herkömmliche Tasten kommt auch ein italienisch-koreanisches Designergerät nicht aus. An den Gerätseiten sind Tasten angebracht, die die Grundfunktionen des Handys aktivieren. Die weitere Bedienung erfolgt dann tatsächlich ausschließlich auf dem Touchscreen. Die Menüsymbole wurden von Prada designt. Neben dem erwähnten Fleckenproblem mutet es anfangs komisch an, keinen Druckpunkt zu spüren. Hier ist das Problem noch extremer als bei Motorolas RAZR. Allerdings hat der Touchscreen auch seine Vorteile. Wegen der optisch herrlich reduzierten Ansicht, kommen Tasten auf dem 240x400 Pixel auflösendem Bildschirm allerdings sehr schön zur Geltung. Auch Kunden mit relativ großen Fingern werden dabei nicht überfordert. Sie sollten sich dennoch etwas Zeit lassen beim Tippen, denn vor allem bei sehr hastigen Eingaben nimmt das Prada-Phone nicht jeden Befehl bereitwillig auf.

Form über Funktion?

Design hin oder her: Irgendwann möchte man mit dem Teilchen auch mal was Praktisches anstellen, statt es immer nur zu präsentieren. Bei der Technik wird aber deutlich, dass Features auch in einem Gerät, auf dem das Prada-Logo prangt, recht sparsam ausfallen können. Die Kamera bringt es auf 2 Megapixel. Die Linse stammt übrigens aus deutschem Hause, Schneider-Kreuznach zeichnet hierfür verantwortlich. Die Bildqualität ist ordentlich. Die Kamera verfügt außerdem über einen Autofokus und ein Kameralicht. Sehr fein: Das riesige Display dient als Vollbildsucher.

Musikalisch wird es mit einem MP3-Player. Es liegt auch gleich eine 256 MB fassende Speicherkarte im Paket. Die 8 Megabyte an internem Speicher, die das Gerät von Haus aus mitbringt, reichen für großartige Multimediafeatures nicht aus. Prada-Kunden sollten schnellstens mehr Geld in eine größere Karte investieren. Schön, dass auch das Prada-Phone A2DP per Bluetooth versteht. So muss man sich sein Outfit nicht mit Kabeln ruinieren. Die Telefonfunktionen sind nicht zu verachten. Gesprächspartner klingen zwar nicht so gut, wie das Gerät aussieht, die Sprachqualität steht Konkurrenzprodukten aber in nichts nach. (BS)

PRODUKTBILDER & WERTUNG

Zurück

Weiter

Preis ohne Vertrag (bei Markteinführung)  ca. € 600,-  
Preis mit Vertrag (bei Markteinführung)  ca. € 200,-  
   
TECHNIK   
Gewicht  85 g  
Maße  98,8x54x12 mm 
Netze  900/1800/1900 
Akku  Li-Io 
Standby  200 Std.  
Gesprächszeit  180 Min. 
Speicher intern  8 MB  
Wechselspeicher beiliegend  256 MB 
   
DISPLAY   
Typ  LCD-TFT 
Auflösung  240x400 
Farben  262.144 
   
MULTIMEDIA   
Kamera  ja (1600x1400) 
Video  ja (400x240) 
Musik  ja (AAC, AAC+, AMR, MIDI, MMF, MP3,WAV) 
Ruftöne  polyphon (40)/Realtone 
SMS/MMS  ja/ja  
WAP/HTML  ja/ja  
Java  ja 
Schnittstellen  BT/USB  
Wechselspeichertyp  Micro-SD 
   
KURZ & KNAPP   
Extras  Document-Viewer 
Pro  optisch elegant, Statussymbol, top verarbeitet 
Contra   technisch nur Mittelmaß 
Fazit  Passt zum Gucci-Kleid und macht sich gut in einer Louis-Vuitton-Tasche. 
   
WERTUNG  BEFRIEDIGEND (74%)