Paragon/Magna Donnelly
PARAGON/MAGNA DONNELLY MirrorPilot
Das erste Navi, das zurückguckt!
Sehr edel, die beiden Namen! Der Elektronikexperte Paragon und der Marktführer im Bereich Autospiegel, Magna Donnelly, haben sich zusammengetan, um den MirrorPilot zu entwickeln. Schnell erklärt, handelt es sich dabei um ein Navigationssystem in Spiegelform. Zunächst: Das Gerät ist nicht komplett mobil, es macht den Einbau durch einen Fachmann nötig. Dafür gammeln aber auch weder Strom- noch Anschlusskabel in der Fahrgastzelle herum und der neue High-Tech-Rückspiegel trägt ebenfalls weit mehr zum aufgeräumten Look Ihres Cockpits bei. Weit wichtiger ist aber der doppelte Sicherheitsanspruch einer solchen Konstruktion. Beispielsweise sparen Sie sich die ablenkenden Blicke auf ein zusätzliches Instrument am Armaturenbrett und ersetzen ihn durch etwas, das Sie sowieso stets tun müssen und gewohnt sind – die Inspektion Ihres Rückspiegels.
Zudem liefert der MirrorPilot natürlich perfekte Cockpit-Mimese. Gerade als Besitzer eines GPS-Portis kennt man das Problem: Die schlanken Wegweiser gelten unter Langfingern gewissermaßen als Drive-In-Schalter auf der Bordsteinkante, werden nach wie vor sehr gerne geklaut. Ein Profi schlägt problem- und beinahe lautlos mit einem Rettungsstift die Fensterscheibe ein, greift sich das Objekt seiner Begierde und findet mit Leichtigkeit einen Abnehmer für das Gerät. Das macht die Mobilitätsoption der Portis zur Mobilitätspflicht, denn selbst wenn man das Gerät immer aus dem Auto entfernt, ist der verbleibende Saugnapffuß an der Windschutzscheibe genug Hinweis für manchen Dieb, doch mal sein Glück zu versuchen und das Handschuhfach zu filzen. Im besten Fall bleibt dann „nur“ eine Scheibenreparatur an Ihnen hängen. Einen Rückspiegel allerdings hat jedes Auto – besser kann man ein Navigationsgerät kaum tarnen. Sollte ein Knastaspirant doch einmal sein Glück versuchen, dürfte er am solide installierten System scheitern. Dennoch bleibt es nur semifest verbaut: Wenn Sie sich ein neues Fahrzeug anschaffen, kann der MirrorPilot relativ problemlos aus- und neu eingebaut werden.
Intelligentes Interieur
Das alles würde freilich wenig nutzen ohne passende Technik im Gerät. Zwar ist die Hardware je nach Version mit 700 Euro (D, A, CH) oder 800 Euro (Europa) nicht gerade ein Impulskauf, dafür gibt es neben einer serienmäßigen Fernbedienung zur komfortablen Bedienung auch gleich noch eine TMC-Anbindung, umfangreiche POI-Informationen und einen cleveren Navi-Bildschirm fürs Geld. Der justiert sich nicht nur automatisch an den Lichtverhältnissen von Tag und Nacht, sondern bietet auf Wunsch auch schnellen Zugriff auf sämtlichen Orte von Interesse in der Nähe oder offeriert Routenberechnungen ganz nach Ihrem Gusto. Egal, ob Sie nach Postleitzahlen suchen, den schnellsten oder spritschonendsten Kurs ansteuern möchten – Sie werden prompt bedient. (BK)
PRODUKTBILDER & WERTUNG
| Preis (bei Markteinführung) | ca. € 700,- /€ 800,- |
| TECHNIK & DISPLAY | |
| Displaygröße | 2,2" |
| Darstellung | 2D/3D-Vollfarbkarte |
| Kartenmaterial/Region | Navteq/D, A, CH/EU |
| Schnittstellen | IR, SD, USB |
| Navi-Extras | TMC, POIs, Tag/Nacht-Display, POI-Umkreisanzeige |
| Extras & Multimedia | Durchdachte Rückspiegel-Konstruktion, Diebstahlschutz durch Tarnung, kabelfrei, inklusive Fernbedienung |
| Fazit | Hervorragend getarntes halbmobiles Navi mit echtem „Aha-Effekt.“ |
| WERTUNG | GUT (83%) |